Ich erinnerte mich an etwas, das meine Masseurin Monate zuvor beiläufig erwähnt hatte.
Sie sagte, dass die Akupressurpunkte an den Schläfen und am Kopf direkt mit dem Parasympathikus verbunden sind.
Das ist der Teil des Nervensystems, der den Modus für „Ruhe und Verdauung“ steuert.
Ich hatte es damals ignoriert
weil ich mir schlichtweg nicht jede Nacht eine Masseurin nach Hause holen konnte.
Aber was, wenn ich dieses Gefühl selbst reproduzieren könnte?
Ich fing an, nach Schlafmasken mit therapeutischen Funktionen zu suchen.
Die meisten waren Schrott – zu klobig, Motoren, die wie Baumaschinen klangen, und Plastik, das einem ins Gesicht drückte.
Die Bewertungen waren voll von Beschwerden über den Lärm, die schlechte Passform und eine wirkungslose „Massage“, die sich eher wie ein nerviges Summen anfühlte.
Doch dann fand ich etwas völlig anderes.
Ich setzte die Maske um 23:15 Uhr auf und aktivierte die sanfte Drucktherapie.
Dann passierte etwas, das seit zwei Jahren nicht mehr geschehen war:
Meine Schultern sanken nach unten.
Nicht, weil ich es wollte. Sie liessen einfach... los.
Der sanfte, rhythmische Druck an meinen Schläfen fühlte sich an, als würde jemand meinen Kopf halten und mich erden.
Meine Atmung wurde ruhiger, ohne dass ich krampfhaft versuchen musste, Atemübungen zu machen.
Das Gedankenkarussell war zwar noch da, aber es fühlte sich weit weg an.
Wie Hintergrundrauschen statt wie ein schreiender Alarm.
Zum ersten Mal seit Monaten rechnete ich nicht meine Schlafstunden aus oder starrte auf die Uhr.
Ich war einfach... präsent in meinem Körper und spürte, wie er sich auf eine Weise entspannte, die ich längst für unmöglich gehalten hatte.
Ich kann mich nicht erinnern, wie ich eingeschlafen bin.
In einem Moment bemerkte ich noch, wie anders sich mein Körper anfühlte.
Im nächsten Moment klingelte bereits mein Wecker.
Sieben Stunden ununterbrochener Schlaf.